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Warum Energiecontrolling?

Es geht auf keinen Fall so weiter, wenn es so weiter geht.
(Erich Kästner)

Die Kosten für Energie sind in den letzten Jahren erheblich angestiegen und bestimmen immer mehr die Gesamtbetriebskosten von Liegenschaften und Gebäuden. Neben der zunehmenden Belastung der Betreiber von Gebäuden führt der Verbrauch von fossilen Energieträgern auch zur Verschärfung der Umweltsituation. Da der Anteil der Energiekosten an den jährlichen Betriebskosten erheblich ist, sollte gerade das Energiecontrolling nicht vernachlässigt werden. Darunter versteht man das Erfassen, Auswerten und Analysieren von Strom-, Wasser- und Wärmeverbrauch. Darauf aufbauend können durch betriebliche, organisatorische und investive Maßnahmen der Verbrauch und die Kosten optimiert werden.

Energiecontrolling erschöpft sich heute jedoch meistens in der "Beobachterrolle". Es beschränkt sich überwiegend auf die Feststellung des Verbrauchs aus der Abrechnung der Energieversorger am Jahresende und die Zusammenfassung in einem "Energiebericht". Schlussfolgerungen werden in den meisten Fällen aus dieser Datensammlung nicht gezogen. Dieses passive Energiecontrolling schafft weder die notwendige zeitnahe Transparenz, noch genügt sie den Anforderungen an eine Bewertung des Verbrauchs. Lösungsansätze für eine nachhaltige Versorgung mit Energie ergeben sich kaum.

Energiecontrolling ist ein geeignetes Instrument um Energiesparpotentiale in Gebäuden zu identifizieren. Die Energieverbrauchskennwerte geben dabei Auskunft über die energetische Qualität von Gebäuden. Jedoch gibt es auch hier Schwachstellen. Vor allem mangelnde Kontinuität, schlechte Ausbaufähigkeit und Flexibilität, fehlende Verwendung von Gebäude- und Anlagendaten und manuelle nachträgliche Auswertungen verhindern meist die Ermittlung der möglichen Einsparpotentiale.

Wenn man durch aktives Energiecontrolling über die Bewertung des Verbrauchs "schwarze Schafe" gefunden hat, muss der Anlagenbetrieb systematisch untersucht und analysiert werden, um die Ursache aufzudecken. Anschließend müssen Vorschläge zur Abhilfe erarbeitet und umgesetzt werden. Der Erfolg oder Misserfolg der eingeleiteten Maßnahmen muss ebenfalls zeitnah festgestellt und dokumentiert werden.

Durch die Umsetzung bzw. Einführung des Energiecontrolling und den daraus resultierenden nicht- oder geringinvestiven Maßnahmen im Gebäudebestand zur Energieeinsparung können bis zu 15% der jährlichen Energiekosten eingespart werden. Zusätzlich werden Ressourcen geschont und die Umwelt von Schadstoffen entlastet.

 

Drei Schritte zur höheren Energieeffizienz

1. Aktuelle Zahlen bedeuten schnelle, fundierte Entscheidungen

Grundlage einer nachhaltigen Bewirtschaftung ist die Erfassung der Verbrauchswerte für Wärme, Strom und Wasser. Durch die Witterungsbereinigung und den Bezug auf die Gebäudefläche werden die Liegenschaften untereinander und auch mit fremden Liegenschaften vergleichbar. Mit einem webbasierten System und einer manuellen Ablesung im Wochen- oder Monatsrythmus sind die laufenden Kosten sehr gering.


2. Intelligente Software übernimmt lästige Routineaufgaben

Hat man mittels Benchmark "Ausreißer" entdeckt, reichen die reinen Verbrauchswerte zur weiteren Analyse nicht aus. Die energetischen Hauptkomponenten sind in die Datenerfassung einzubeziehen. Die notwendigen Daten liefert entweder eine vorhandene Gebäudeleittechnik, oder es wird ein Datenlogger installiert. Die automatisch durchgeführte Analyse gibt Aufschluss über das energetische Optimierungspotential.


3. Erkanntes Optimierungspotential ausschöpfen

Das Ergebnis der Maßnahmen sind konkrete Vorschläge zur Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen. Diese reichen von der Regelungsoptimerung und Anlagensanierung bis hin zum Einsparcontracting. Nach der Umsetzung kann der Erfolg sofort anhand der kontinuierlichen Verbrauchserfassung geprüft werden.

 

Energieeffizienz...

  • berücksichtigt die Interessen des Klimaschutzes, der Versorgungssicherheit und der Kostenminimierung der Verbraucher gemeinsam.
  • ist die wirksamste und zugleich preiswerteste Variante von Umweltschutz.
  • ist eine zunehmend wichtige Stellschraube zur Kostenreduktion, und stellt für Unternehmen einen Wettbewerbsfaktor dar.
  • wird durch Investitionen und Verhaltensänderungen verbessert.


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